Karin Kretschmer

Geboren im Sternzeichen Skorpion im Herbst ’79 verbrachte ich meine Kindheit wohlbehütet im Thüringer Wald. Höhlen bauen, Bäche mit Dämmen versehen, Wandern, Baumklettern. Die Urlaubsreisen führten mich an die wunderschöne Ostsee.
Als DDR-Kind besuchte ich die POS -bis zur Wende. Danach folgte das städtische Gymnasium, ich wurde Rettungsschwimmerin und Handballerin.

Nach dem Abitur entschied ich mich für eine Ausbildung. Etwas Bodenständiges erstmal: Ich wurde Verwaltungsfachangestellte und lernte, mich in den Strukturen einer Behörde zu bewegen.
Die Neugier ließ mich weiter gehen. Das Studium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Erfurt eröffnete mir neue Perspektiven, Ansätze und Handlungsmöglichkeiten. Im Besonderen entdeckte ich die Erlebnispädagogik. Die Wirkung von (Grenz-)Erfahrungen und deren Reflexion spürte ich selbst durch persönliche Weiterentwicklung. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in diesem Rahmen erforderte ein hohes Maß an Verantwortung, Selbstreflexion und Beobachtungsgabe. Konfrontieren und Fordern, aber auch Stützen und Schützen sowie die Reflexion der Erfahrungen begegneten mir erstmals bewusst.
Die Psychiatrie, genauer gesagt die Sozialpsychiatrie, eröffnete mir ein neues Handlungsfeld – zuerst im stationären, institutionenzentrierten Bereich. Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels sowie ein revolutionärer Chef motivierten mich, die Deinstitutionalisierung und den personenzentrierten Ansatz in diesem Bereich (auch im Rahmen meiner Diplomarbeit) voran zu bringen. Nach sieben Jahren Psychiatrie wechselte ich den Arbeitsbereich und widmete mich fortan der Verbandsarbeit beim Paritätischen Thüringen. Als Referentin für Frauen, Familie und Beratungsstellen lernte ich die Strukturen dieser Arbeitsfelder sowie Entscheidungsträger*innen in Thüringen kennen, vertrat die politischen Interessen der Organisationen der Sozialwirtschaft und fand einen Zugang zur Frauen- und Beratungsarbeit. Dies ermutigte mich, eine weiterführende Fortbildung zur Beraterin bei Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt zu beenden.

Seit 2015 leite ich die pro familia Schwangerschaftsberatung in Erfurt, bin Beraterin, Projektkoordinatorin, Lehrende im Bereich der Sexualpädagogik, Netzwerkerin und Frauenrechtlerin. Mein Menschenbild ist geleitet durch Akzeptanz, Weltoffenheit, Selbstbestimmung, Diversity, eine antirassistische und antisexistische Haltung.

Die Weiterbildung zum Coach nach den Standards der DGfC bei Iris Sydow und Ronny Hofmann ermöglichte mir, persönliche Weiterentwicklung, methodisches Handeln, Achtsamkeit und eine Änderung der Sichtweise zu erfahren.

Mein Leuchtturm ist meine Familie – meine Leidenschaft das Laufen.